Die ehrliche Antwort nach unserem Selbstversuch? Doch. Und wie.
Unsere Youngstars aus der Pflege haben es ausprobiert: einfach mal sitzen bleiben und ganz bewusst in den eigenen Körper hineinspüren. Was sich anfangs noch völlig harmlos angefühlt hat, wurde schneller als gedacht unangenehm. Druckstellen, ein Ziehen, erste Schmerzen – und plötzlich war da dieser Moment, der alles verändert: der Aha-Effekt.
Denn genau das, was wir nur für kurze Zeit gespürt haben, gehört für viele pflegebedürftige Menschen zum Alltag. Und genau deshalb ist Dekubitusprophylaxe nicht einfach ein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Bestandteil professioneller Pflege – und vor allem eine Frage der Verantwortung.
Dieser kleine Perspektivwechsel zeigt, wie viel hinter scheinbar einfachen Handgriffen steckt. Regelmäßiges Umlagern, aufmerksames Beobachten, vorausschauendes Handeln – all das macht den Unterschied.
Manchmal braucht es eben genau solche Erfahrungen, um zu verstehen, worauf es wirklich ankommt.
